Gerlich & Guardini: Selige?

In München wird am  16. Dez. 2017 der  Seligsprechungsprozess für Fritz Michael Gerlich und für Romano Guardini eröffnen. Beide prägte die Suche nach dem Glauben.

„Romano Guardini (1885-1968) hat große geistige Leistungen erbracht, von denen wir immer noch zehren. Zur Europäischen Idee hat er beinahe schon Prophetisches gesagt.“ so der Postulator seines Seligsprechungsverfahrens, Dr. Johannes Modesto, Pastoralreferent im Erzbistum München und Freising. Guardini habe die Jugendbewegung und die liturgische Bewegung „in seiner Person zusammengebracht“ und gegenseitig befruchtet, so der Politologe Prof. Hans Maier.
Fritz Gerlich (1883 – 1934) war einer der ersten Laien, die zu Märtyrern der NS-Diktatur wurden – er wurde schon am 1. Juli 1934 im KZ Dachau ermordet. Im Münchner Akademikerzentrum, das leider ersatzlos geschlossen wurde, entstand der „Fritz-Gerlich-Kreis“, den der ND mit initiert hatte und der bewusst auch Nicht-NDer umfasste (Bild li: Gerlich, rechts: Guardini; Qu.: Erzbistum M, Kath. Akademie BY) .  Beim Seligsprechungsverfahren gehe es bei  den NS-Opfern allein um die Frage: Hat er oder sie das Martyrium um des Glaubens willen erlitten oder nicht?

Modesto hofft, dass die Seligsprechung von Fritz Gerlich ungefähr im Jahr 2020 oder 2021 stattfinden wird; bei Romano Guardini wird es länger dauern, allein schon, weil sein Werk größer ist. Das Verfahren könnte ungefähr im Jahr 2024 abgeschossen sein.

Informationen, die für die Seligsprechungsverfahren nützlich sein könnten, beispielsweise zum Leben und Wirken von Gerlich und Guardini oder zu Gebetserhörungen können per E-Mail an seligsprechungen@eomuc.de  übermittelt werden.

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