Synodaler Weg

ZdK: keine „festen Erwartungen“ an Synodalen Weg

30. Dez. 2019: „Wir sind auf einem Weg, der auf zwei Seiten Straßengräben hat“, sagte BBr. Stefan Vesper am Montag im Interview des Portals katholisch.de in Bonn. Die einen hätten Angst, dass sich die Kirche verändere, und auf der anderen Seite werde gesagt, der Reformprozess werde sowieso nichts bringen. Von beiden Positionen halte er nichts. „Wir werden diesen Prozess jetzt beginnen und ich setze große Hoffnungen in diesen Weg“, so Vesper. Zur Position des ZdK gehöre, „dass die Geistesgaben der Frau nicht ausreichend in unserer Kirche berücksichtigt sind und deswegen setzen wir uns für den Diakonat der Frau ein“. Aber auch die Deutsche Bischofskonferenz habe natürlich Überzeugungen. Deswegen gehe man gemeinsam einen Weg, „um miteinander für die jetzige Zeit und dann auch die nächste Epoche des Lebens der katholischen Kirche in Deutschland als Teil einer großen und guten Weltkirche Lösungen für unsere Fragen zu finden“.

Feste Erwartungen an den Reformdialog der katholischen Kirche lehne er zwar aber: „Doch, man muss große Erwartungen haben, weil die Lage der Kirche in unserem Land von einer tiefen Vertrauenskrise geprägt ist“, so Vesper. Alle müsse die Erwartung einen, gemeinsam Reformen zu beschließen. „Nur so können wir den Glaubwürdigkeitsverlust in unserer Gesellschaft stoppen und wieder neues Vertrauen gewinnen“, sagte der scheidende Generalsekretär, der das Amt seit 1999 inne hatte.

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Synodaler Weg in D: Start im Advent ’19

Ende Juni 2019 hatte Papst Franziskus diesen Brief an das „pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ gerichtet und dabei zu  Reformen ermuntert.
Am 1. Dez. 2019 werden die Reformgespräche zum Synodalen Weg der deutschen Katholiken beginnen. Er soll der Kirche aus ihrer aktuellen Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrise helfen. Dabei wollen Laien und Bischöfe an einem Strang ziehen. Es gehe darum, dass sich „ein pilgerndes Volk auf den Weg macht und Gottes Möglichkeiten auslotet, die größer sind als das, was wir uns zurechtgelegt haben“, sagte Reinhard Kardinal Marx dazu am 3. Juli 2019 in München. Niemand habe vor, im nächsten Jahr eine deutsche Nationalkirche zu gründen.
Die inhaltliche Vorbereitung des „Synodalen Weges“ übernehmen vier Foren:
1. Forum Macht und Gewaltenteilung
2. Forum Sexualmoral
3. Forum Priesterliche Lebensform
4. Forum Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche
Die Foren 1 bis 3 wurden zuerst besetzt, hier sind die Namen.  Unsere ND-Leiterin Claudia Lücking-Michel ist im Forum 1., die Bundesvorsitzenden des BDKJ Lisi Maier und Thomas Andonie sowie unser BBr. Prof. Eberhard Schockenhoff sind im Forum 2. Zum Forum 4 gehören:
11 Frauen u.a. Monika Grütters (CDU), Prof. Birgit Aschmann (Berlin), Prof.Dorothea Sattler (Münster), Prof. Marianne Schlosser (Wien) und Prof. Agnes Wuckelt (Düsseldorf) sowie die Ordensoberinnen Scholastika Jurt (Koblenz) und Katharina Ganz (Zell am Main); dazu 5 Männer, u.a. Bischof Franz-Josef Bode (Leitung), Bischof Michael Gerber und Erzbischof Stefan Heße.

Der frühere KSJ-Bundeskaplan  P. Bernd Hagenkord sj und Maria Boxberg von der Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL) werden die geistliche Begleitung des „synodalen Weges“ übernehmen.

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