Wanderausstellung Weiße Rose

Vom 15. bis einschließlich 29. November 2013 zeigt das SBZ in Unterschleißheim im Südturm des SBZ einen Teil der professionell gestaltete Wanderausstellung «Die Weiße Rose – Gesichter einer Freundschaft».

Dauer: Freitag, 15. November bis (incl.) Freitag, 29. November 2013
Ort:  SBZ Sehbehinderten- und Blinden-Zentrum Südbayern
Pater-Setzer-Platz 1, 85716 Unterschleißheim (nahe bei der S-Bahn-Station Unterschleißheim (S1)
Eintritt frei, Spenden erbeten
Eröffnung  Donnerstag, 14. November 2013, 19 Uhr. (Einlass: 18:30 Uhr) im SBZ. Südturm

hier die verbleibenden Öffnungszeiten:

Mo. 25. bis  Fr. 29. Nov. 13: 9 bis 14 Uhr

(siehe auch:  Dauerausstellung Willkür „Im Namen des Deutschen Volkes“ im  Bayerischen  Staatsministerium der Justiz, Justizpalast, Prielmayerst. 7)

Die Ausstellung geht in 52 Tafeln (27 davon sind im SBZ) folgenden Frage nach:

gesichtereinerfreundschaftWarum setzten die Menschen im Zeichen der Weißen Rose ihr Leben aufs Spiel?
Wer waren sie?
Welchen Weg sind sie gegangen?
Was gab ihnen die Freiheit zu handeln?

Die Ausstellung beleuchtet Leben, Denken und Wirken von Alexander Schmorell, Sophie und Hans Scholl, Willi Graf, Kurt Huber und Christoph Probst.

Am Empfang des SBZ ist auch die 2004 erschienen Broschüre mit Texten und Bildern der Ausstellun zu kaufen (10 €).

→ Für Klassen: Unter diesem Link finden Sie ein Arbeitsblatt zur Ausstellung (der Kirchgemeinde Johannes in Bern)
(Hier gehts zu den Lösungen)

Entstehungsgeschichte der Ausstellung

Eröffnung der Ausstellung in Bruchsal (D)

Eröffnung der Ausstellung in Bruchsal (D)

Die Begeisterung über das Buch «Hans und Sophie Scholl. Briefe und Aufzeichnungen» hat 2003 eine Gruppe von fünfzehn Berufstätigen und Studenten aus Freiburg im Breisgau und München dazu verleitet, sich näher mit den anderen Personen der «Weißen Rose» zu beschäftigen. Eine öffentliche Lesung aus den Briefen der Freunde anlässlich des 60. Jahrestages der Hinrichtung der Geschwister Scholl brachte den Stein schliesslich ins Rollen.

Der Kontakt zu den Zeitzeugen, ihre Aufgeschlossenheit und Bereitschaft zum Gespräch ermutigten die Ausstellungsmacher, die sich eröffnende Dimension einer Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Kulturinitiative e.V. Freiburg zu realisieren. Unveröffentlichte Photos und intensive Dialoge mit den Hinterbliebenen bildeten den Stoff für erste Entwürfe der Dokumentationstafeln. Parallel dazu lief die Suche nach Sponsoren. Eineinhalb Jahre füllten sich mit zahlreichen Wochenendsitzungen, gemeinsamen Revisionen von Text und Konzeption der Ausstellung.

ausstellung2Das Anliegen der Ausstellung ist nicht in erster Linie die Darstellung der historischen Umstände der «Weßen Rose» oder ihrer politischen Bedeutung. Sie möchte vielmehr den persönlichen geistigen und geistlichen Weg der Protagonisten nachzeichnen und die zentrale Bedeutung der Freundschaft für diesen Weg anschaulich machen. Sie versucht damit zugleich die Faszination weiterzugeben, die von der Menschlichkeit, Wachheit, Lebensfreude und Religiosität der Protagonisten der «Weißen Rose» ausgeht. (zur Website der Ausstellungsmacher)

Die sechs Flugblätter sind im SBZ auf der letzten Tafel einzusehen.

 

roto-preziosa

Vervielfältigungsapparat Roto-Preziosa: Mit einem solchen Modell des Vervielfältigungsapparates wurden die regimekritischen Flugblätter der Weißen Rose  gedruckt.

 

Stimmen zur Ausstellung

 

«Das Beste, was es derzeit zu dem Thema gibt.»
Hildegard Hamm-Brücher, deutsche Politikerin, FDP

«Sie werden näher, fassbarer, menschlicher. Diesem Anspruch wird die Ausstellung gerecht.»
Anneliese Knoop-Graf, Schwester von Willi Graf, 29. April 2004

«Vielen Dank für eine so gelungene Ausstellung, die alle wesentlichen Aspekte berücksichtigt.»
Michael Probst, Sohn von Christoph Probst, 4. Februar 2005

«Ich bin Jüdin, 63 Jahre alt und noch immer verstehe ich nicht, warum mein Leben bewahrt werden konnte, während viele meiner jüdischen Altersgenossen ihr Leben lassen mussten. Ich bin weder gläubig noch “voller Staunen über die Schönheit all’ dessen, was der Mensch nicht geschaffen hat.” (Zitat Sophie Scholl), aber in einer solchen Sache gibt es… Gott. Ich bin sehr viel stolzer, einem Menschengeschlecht anzugehören, zu dem auch Personen wie jene der “Weißen Rose” zählen. Komplimente an die Personen, die die Ausstellung geführt haben und für die bewegende Überzeugung, mit der sie alles erklärt haben.»
ein Brief, der nach dem Besuch der Ausstellung in Mailand hinterlassen wurde

«Die Schüler entdecken die beeindruckende Übereinstimmung einer Leidenschaft für das Leben und einen Wunsch nach Freundschaft, der auch ihr Herz, wenngleich oft unbewusst, erfüllt. Und viele Jugendliche haben davon ein Zeugnis gegeben, als sie beim Verlassen der Ausstellung sagten oder schrieben ‘nun bin ich an der Reihe.’»
ein Lehrer

«In der “Weißen Rose” habe ich geballt, in voller Dosis, meine eigene persönliche Sehnsucht entdeckt. Diese Menschen haben gelebt. Sie haben gelebt in einer unglaublichen Intensität, und das in einer Zeit der Diktatur, im Krieg, in schrecklichen Zeiten.»
Maximilian Czech, Schüler

 

Quelle dieser Seite: http://theaterensemble.ch

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