Synode zur Familie

Am 25. Okt. 15 endete in Rom die Bischofssybode. Hier zum Text der Abschluss-Erklärung

Die Beobachter urteilen: Vorsichtige Öffnung in strittigen Fragen, Hoffnungen auf radikale Reformen gedämpft.
Die deutschen Bischöfe werteten den Text als Erfolg, während von anderer Seite auch Kritik kam.
Papst Franziskus: das war „die Erfahrung einer Kirche auf dem Weg.“ Er rief die Synodenväter auf, den gemeinsamen Weg weiterzugehen.
Mit Spannung wird nun erwartet, welche Entscheidungen der Papst  treffen wird.  Es sei ihm – so die KNA – gelungen,  bei den Wiederverheirateten und dem Respekt vor Homosexuellen, seine ansteckende Sprache liebender Zuwendung und Barmherzigkeit auf viele seiner Mitbrüder überspringen zu lassen.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir einen Schritt vorangekommen sind“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Die Synode habe die katholische Kirche verändert, lobte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück.

 

In seiner Abschlussrede am Ende der Beratungen betonte Papst Franziskus, dass es künftig mehr dezentrale Lösungen in der Familienseelsorge geben müsse, um die Unterschiede zwischen den Kulturen stärker zu berücksichtigen.

Die 270 im Vatikan versammelten Bischöfe appellierten lt. KNA an die internationale Gemeinschaft, nach politischen Lösungen für die Konflikte in der Region zu suchen, die den kulturellen und religiösen Eigenheiten der einzelnen Länder Rechnung tragen: „Wir sind überzeugt, dass es möglich ist, der Gewalt Einhalt zu gebieten, die in Syrien, im Irak und in Jerusalem jeden Tag mehr unschuldige Menschen betrifft und die humanitäre Krise verschlimmert“, heißt es, Dazu müssten nach Auffassung der Bischöfe im Respekt vor dem Völkerrecht diplomatische Mittel eingesetzt werden.


 

Hier die Predigt des Papstes zur Eröffnung am 4. Okt. 15

Mitte Juni 2015, 4 Monate vor Beginn der Ordentlichen Bischofssynode über die Familie im Rom ist eine wichtige Etappe zurückgelegt: Der Vatikan veröffentlichte das Arbeitspapier, das den Teilnehmern als Diskussionsgrundlage für ihre Beratungen vom 4. bis 25. Oktober 2015 dienen soll. Es war mit Spannung erwartet worden. In dem ca. 50 Seiten langen Dokument geht es auch um den umstrittenen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen.

Kurzlink zur deutschen Ausgabe: http://bit.ly/1GYtXFM

Kardinal Marx hob bei einer Pressekonferenz am 23. Juni 15 in Bonn die starke Bedeutung der Barmherzigkeit in dem Arbeitspapier hervor. Als besondere Ermutigung für die theologische Debatte bezeichnete er die Formulierung, nach der „die Barmherzigkeit nichts von der Wahrheit nimmt“.
Entscheidend aber sind jene, die darüber beraten.


 

In der 2. Aprilhälfte 2015 hat die DBK die über diesen Link erreichbare Stellungnahme nach Rom geschickt, mit dem Titel „Antwort der Deutschen Bischofskonferenz  (DBK) auf die Fragen im Hinblick auf die Rezeption und Vertiefung  der  Relatio Synodi im Vorbereitungsdokument für die XIV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode 2015“  vom 16. April 2015

Sie zeigt, dass es sich gelohnt hatte, den Fragebogen zu beantworten. Danke für die Mühen!

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Ende 2014 ist ein Fragebogen mit 46  neuen Fragen zur ordentlichen Bischofssynode vom 4. bis 25. Okt. 2015  in Rom erschienen.

Er richtet sich an die Bischofskonferenzen, fordert diese aber auf,  alle Gliederungen ihrer Teilkirchen sowie akademische Institutionen, Organisationen, gewählte Laiengruppen und andere kirchlichen Einrichtungen einzubeziehen.

Mehr zur Bischofssynode allgemein , zur Bischofssynode auf den Seiten der DBK und zum Fragebogen hier.

.Am 27. Januar 2015 hat der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) beschlossen, dass die Bistümer den neuen Fragebogen mit 46 Fragen online stellen, der in dem vom Vatikan am 9. Dezember 2014 veröffentlichten Vorbereitungsdokument, der so genannten „Lineamenta“, enthalten ist.
Papst Franziskus erwartet konkrete Lösungsvorschläge für die vielen drängenden Fragen.
Abgabe an die DBK (dort mehr dazu)  bis 13. März 2015;
Im Erzbistum München Freising wurde der Fragebogen  am 5. Feb. 15 online gestellt. Einreichungsschluss ist der 1. März 2015.

Hier zur Anregung die Antworten des „Münchner Kreises„,  einer Initiative von Priestern und Diakonen in der Erzdiözese München.

Bundesbruder Pfarrer Hermann Ehle schreibt: „Was – weit über die Familienfrage hinaus – und auch noch dringend angegangen werden muss, ist die Frage RELIGION UND EROS. Der Rigaer Religionsphilosoph Walter Schubart (1941 im … Baltikum spurlos verschwunden), hat bereits vor dem 2. Weltkrieg an diesem Thema gearbeitet und dazu ein luzides Buch veröffentlicht: RELIGION UND EROS (C. H. Beck  TB 2001, auch SPIEGEL-SPEZIAL 5/2015) ….  Die Grundthese von Schubart lautet: Die größte kulturgeschichtliche Katastrophe war die Entzweiung von Religion und Eros. Die Religion ist wildwütend gegen den Eros angetreten und der Eros – in der Folge – genauso gegen die Religion. Beide haben daran unabsehbaren Schaden erlitten.“


.
Aktuell: zur weiteren Anregung –  hier die Stellungnahme  der KMF im ND, Region München vom 19. Feb. 2015.

Inzwischen hat der  Familienbund der Katholiken auch einen Online-Fragebogen mit 18 aus den 46 Fragen des Vatikans  in das Netz gestellt: Klick hier.

Am 9. März 2015 hat das Erzbischöfliche  Ordinariat München die „qualitative“ hier die Auswertung der 709 eingegangenen Antworten  veröffentlicht.

 


 

2014

Der außerordentlichen Bischofssynode vom 5. bis 18. Okt. 2014 in Rom zur Familienpastoral lag ein Arbeitspapier vor, das der Vatikan hier veröffentlicht hat.  Darin werden auch die desaströsen Umfrageergebnisse genannt.

Der Bischof von Antwerpen, Johan Bonny, hat dazu diesen bemerkenswerten Beitrag veröffentlicht, zu dem die FAZ am 3. Sept. 14 meint: „Das hat es in der jüngeren Kirchengeschichte noch nicht gegeben: Ein amtierender Bischof stellt sich schonungslos gegen das kirchliche Lehramt und die päpstlichen Weisungen in Sachen Ehe und Familie.“  Bischof  Bonny sehe Papst Franziskus auf seiner Seite. Einige Auszüge .

Bischof Oster: Deutsche werden enttäuscht sein

30.8.2014:  Der neue Passauer Bischof Oster geht nicht von einem Vorstoß beim Thema Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene aus. Das sei kein weltweites Hauptproblem. Er befürchtet, dass die vatikanische Familiensynode daher für die Deutschen eine Enttäuschung sein wird.
Mehr dazu hier…

BBr. Walter Kardinal Kaspar vor den Kardinälen: Fehler vergeben

In seinem Vortrag Das Evangelium von der Familie“ (inzwichen als Buch erschienen) kommt BBr. Walter Kardinal Kaspar zu dem Ergebnis: „Ich kann mir keine Situation vorstellen, wo Fehler nicht vergeben werden können“
Hier zum Interview mit dem früheren KSJ-Kaplan  Pater Bernd Hagenkord, jetzt Radio Vatikan

Vatikanfamilienumfrage  – Antworten

Bei unserer  Regionalversammlung am 8. Dez. 13 in Augsburg wurde gewünscht,  Internet-Adressen  zur Beteiligung an der weltweiten Vatikanumfrage  zur Vorbereitung der Familien-Synode 2014 in Rom  in unserer ND-KMF Region zu verbreiten.

Inzwischen (3. Feb. 2014) liegen Antworten vor; sie sind im folgenden Text per Klick erreichbar. Der Vergleich mit den deutschsprachigen Ergebnissen anderer Länder zeigt, dass es falsch war, in Deutschland auf die Umsetzung in eine „saubere“ Fragebogen-Erhebung  zu verzichten.

zu: 1.: Erzbistum München- Freising
Der, wie das Original, wenig strukturierte Online-Fragebogen enthält nun – absatzweise – auch, unter einander gereiht, die einzelnen Antworten;  Zusammenfassung mit notwendig vagen Auswertungen der Antworten von 834 Teilnehmenden in den Ergebnissen (12 S. pdf-Dok.) des Erzbistums

zu 2.: Familienbund der Katholiken, Landesverband Bayern:
Der Familienbund hat den Fragebogen leichter ausfüllbar umgestaltet; die Auswertung von 1142 Antworten als Kurzfassung und als vollständigen Bericht ins Netz gestellt, am 16. Dez. 2013 der Freisinger Bischofskonferenz und der Deutschen Bischofskonferenz zur Verfügung gestellt und am 19. Dez. 2013 bei einer Pressekonferenz erläutert.

zu 3.: Die Version eines Fragebogens in Österreich (Laieninitiative und ‚Wir sind Kirche‘) wurde von 4036 Menschen, darunter 416 deutsche Gläubige, beantwortet. Diese Ergebnisse wurden den österreichischen Bischöfen übergeben und der Presse vorgestellt

3b. In Graz wurden 25.661 soziologisch passabel gestaltete Fragebögen-Antworten gezählt, da die Diözese Graz-Seckau mit einigen weiteren österreichischen Diözesen einen Kurzfragebogen verwendet und ausgewertet hat. Er wurde vom Familienreferat der Katholischen Aktion Steiermark in einer verständlichen Sprache für die Online- und auch die Brief-Befragung entwickelt. Hier zu den ersten Ergebnissen , mit den 14.221 ausgefüllten Fragebögen der Diözese Graz-Seckau (Österreich ca. 30.000), die von den österreichischen Bischöfen Ende Jan. 2014 in Rom vorgebracht wurden.

3c. Sie stimmen in vielen Punkten mit den Antworten der von Prof. Paul Zulehner begleiteten Erhebung der Katholischen Aktion (KA) Österreichs (die KA ist mit dem ZDK vergleichbar) überein.

zu 4.:  Zum Fragebogen der schweizer Pastoralkommission  der Schweizer Bischofskonferenz werden erste Ergebnisse am 4. Feb. 14 vorgestellt.

5. Der Text der vom BDKJ erstellten Jugendfassung des Fragebogens; die BDKJ Online-Version wurde von fast 10.000 Personen ausgefüllt. Hier ist das Ergebnis der Antworten und die Pressemeldung.

 

Text vom 10. Dez. 2013:

Hier waren die im Dez. 2013 funktionierenden Links zu (Weitere Informationen weiter unten), die gerne weiterverbreitet werden können, damit sich möglichst viele im Sinne der „Neuen Lebensgestaltung in Christus“, dem Kern unseres Programmes, beteiligen:

1. Erzbistum München- Freising, bis 13. Dez,.2013 online
Die 9 Frageblöcke weisen insgesamt 40 Kästchen für durchgehend offene Text-Antworten auf.
Die einzelnen Zusendungen werden an das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz übergeben.
> zur Textversion des Online-Fragebogens
> Zur Online-Version des Fragebogens   (7 S., ca. 120 Min. Zeitaufwand)

2. Familienbund der Katholiken, Landesverband Bayern, bis 15.Dez,.2013 online
> Interaktives Formular, auch zum Ausdrucken   (15 S., teilweise auch Auswahl-Antworten, ca.  60 Min. Zeitaufwand)

3. Laieninitiative und der Plattform Wir sind Kirche Österreich, auch für nicht-österreichische Gläubige! bis 31.12.2013 online
Diese Umfrage wird von Wir sind Kirche ausgewertet und den österreichischen Bischöfen übergeben.
> Online-Fragebogen  (25 S., meist Auswahl-Antworten, ca.  30 Min. Zeitaufwand)
> Anleitung zum Ausfüllen
> Fragebogen zum Ausdrucken

4. Pastoralkommission der Schweizer Bischofskonferenz bis 31.12.2013 online
> Einladung der Schweizer Bischöfe  (auch für Ausländer)
> Online-Umfrage   (26 Fragen überwiegend Auswahl-Antworten,  ca. 10 Min.)
> zum Ausdrucken   2 Seiten pdf

5. Der Text des Fragebogens, in der vom BDKJ erstellten Jugendfassung mit 40 klar beantwortbaren Fragen.

6.  Fragebogen aus Rom ( doc-File mit 7 S. DIN A4, davon 4,5 S. Einleitung,  ca.  360 Min. Zeitaufwand; Empfänger und Termin unklar).

Weitere Informationen:

Papst Franziskus hat 2013 im November 4.700 Bischöfe dazu aufgerufen, mit Gemeindemitgliedern über ihr Verständnis von Ehe, Familie und Sexualität zu sprechen. Der Papst, der bereits mehrfach zu „Barmherzigkeit“ gegenüber Geschiedenen und Toleranz gegenüber Homosexuellen aufgefordert hatte, möchte wissen, ob und wie das katholische Eheverständnis noch zu vermitteln sei.

Derartige Fragebögen werden regelmäßig vor Bischofssynoden verschickt, auch jetzt zur außerordentlichen Bischofssynode über die Familienseelsorge im Oktober 2014. Wenn sie in der Fragetechnik so schlicht sind wie dieser, erklärt das Vieles. Ungewöhnlich ist jedoch, dass nun auch die Gemeinden antworten sollen. Neue Richtlinien für die Seelsorge sollten später von einer Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode im Oktober 2015 aufgestellt werden.

Die  „vorkonziliar“ orientierten Mitchristen sind zwar eine kleine Schar, äußern sich aber sehr oft und mehrfach analog und digital, so dass bei den Bischöfen ein falsches Bild entstehen könnte, wenn die Mehrheit schweigt.  Eine „saubere“ demokratische  (1 Christ  hat 1 Stimme) oder wenigsten repräsentative Meinungserhebung  ist so kurzfristig wohl nicht möglich.   Daher: Bitte den/die Fragebogen ausfüllen und Freunde/innen bitten, sich auch die Zeit dafür zu nehmen.

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