Wallfahrt Mariabrunn

Kirche MariabrunnRegionalwallfahrt und Kulturwanderung
nach Mariabrunn

am Samstag, 17. Mai 2014

Ziel unserer Wanderung ist die Wallfahrtskirche Mariä Verkündigung Mariabrunn, im Dachauer Hinterland zwischen Ampermoching und Röhrmoos.wallfahrt_karte_2014

Tagesverlauf:

  • Treffpunkt: 09:35 Uhr am S-Bahnhof Hebertshausen (S2, nächste
    Station nach Dachau)
  • Achtung! S2 ab München Hbf – Haupthalle um 09:12 Uhr auf Gl. 18 – 20 ohne Halt bis Obermenzing
  • Wanderung über Deutenhofen nach Ampermoching (ca. 3.5 km; Navi: Kirchenstr. , 85241 Ampermoching)
  • Statio 10:45 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter, Ampermoching
  • weiter nach Mariabrunn (ca. 2 km: Achtung beim Navi eingeben:  Ort „85244 Röhrmoos“ und Straße „Mariabrunn“)
  • Messfeier mit BBr Rudi Hausl (Ruhestandspfarrer in Hohenegglhofen/Landshut) um 11:30 Uhr in der Kapelle Mariä Verkündigung
  • anschließend Mittagessen in der Schlosswirtschaft bzw. im Biergarten
  • ca. 13:45 Uhr Führung durch Dr. Florian Breitling in Mariabrunn; Kapelle Mariä Verkündigung und Gesamtanlage
  • Wanderung nach Schönbrunn (ca. 1,5 km) mit Kaffeepause beim Klosterwirt  (Navi: Viktoria-von-Butler-Str. 1,  85244 Röhrmoos)
  • nach Röhrmoos zur S2 (ca. 2,5 km) (dort ab: 16:21, 17:01, 17:21, 18:01 Uhr, ….); Navi: Bahnhofstr. 6,  85244 Röhrmoos.

Der Kupferstecher und Kartograf Michael Wening notiert zu Mariabrunn um 1700:
„Ferner ist zwey Stundt von hier [Dachau) nechst Mochin [Ampermoching) Anno 1662 ein Gnadenreicher Haylbrunn sonst Maria Brunn genannt entsprungen warbey [wobei) bishero nit wenig in jhren Gepresten (Krankheiten) und Anligen Hülff gefunden. Anno 1670 ist allda von Herrn Georg Teysinger Churfürstl. Geheimben Rath ein schöne Capell erbauet auch nachmals ein doppletes Bad mit verschydenen Zimmeren auffgericht und darbey der Armen nicht vergessen worden. …“
Der Besuch von Wallfahrten mit heilkräftigen Wässern stand seinerzeit bei Kurfürst Ferdinand Maria und seiner Gattin Henriette Adelheid in hohem Ansehen. Die Kapelle, ein Zentralbau mit Kuppel und Dachreiter, verrät italienischen Einfluss und wurde reich ausgestattet und dotiert. Die Wallfahrt stand unter der Obhut des Pfarrers von Ampermoching und des Pflegers von Dachau.
Nach Niedergang der Wallfahrt in Aufklärung und Säkularisation kam Mariabrunn nach Kauf (1863) durch die „Doktorbäuerin“ Amalie Hohenester aus Deisenhofen bei München als Kurbad zu neuem Glanz. Adelige und Standespersonen aus ganz Europa ließen sich unter ihrem strengen Regiment von etwa 80 (!) Angestellten mit Tees, Kräutern und Bädern bei kargem Essen erfolgreich kurieren. Nach ihrem plötzlichen Herztod (1878) verfiel die Anziehungskraft des Heilbads schnell. Mariabrunn wurde versteigert und kam 1907 schließlich in den Besitz des Brauers Breitling, dessen Familie noch heute die Liegenschaft inne hat.

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